1. Hoffmann-Treffen

Am 30.08.2014 wurde vom HFS (Hoffmann-Freunde Siebengebirge)

das 1. Hoffmann-Treffen im Siebengebirge ausgerichtet.

„Blauer Qualm über dem Siebengebirge“

hoffmann-treffen-gruppenfotoAm letzen Wochenende im August 2014 legte sich eine leichte Qualmwolke mit dem Geruch von verbranntem Öl über das Siebengebirge. Schuld daran war jedoch nicht der Brand in Rottbitze oder ein Chemieunfall in Wesseling sondern eine Ausfahrt mit historischen Motorrädern. Diese wurde organisiert von den Hoffmann-Freunden Siebengebirge.

Wir, die sechs Hoffmann-Freunde aus Heisterbacherrott hatten erstmalig zum Markentreffen der Hoffmann-Werke Lintorf  geladen. Somit konnten wir bei dieser Premiere dann auch prompt 35 Hoffmann-Enthusiasten von Tostedt bei Hamburg bis Pfullingen in der Nähe von Ulm mit ihren 18 Fahrzeugen begrüßt. Zusammen mit dem eigenen Fuhrpark der HFS konnten die rund 80 Besucher somit 30 Motorräder bestaunen.

Vom ältesten Modell, einer MF 10-6 aus 1948 mit 98 ccm Sachs-Motor, bis zum Topmodel Gouverneur aus dem Jahr 1954 mit einem im Hause Hoffmann eigenentwickeltem Boxermotor war fast die komplette Fahrzeugpalette der Hoffmann-Werke Lintorf ausgestellt.

„Es ist überwältigend, dass wir hier so viele Hoffmann-Fahrzeuge präsentieren können“, resümiert somit auch HFS-Mitglied Frank Groß, der für dieses Treffen sein Grundstück zur Verfügung gestellt hat. „Man darf ja nicht vergessen, dass in Lintorf nur 6 Jahre (1948 bis zur Insolvenz 1954) produziert wurde. Und die meisten der ca. 44 Tausend von Hoffmann in Lizenz gebauten Vespa-Motorroller und 35 Tausend Motorräder sind während oder nach der Wirtschaftswunderzeit abgenutzt und verschrottet worden. Die meist kleinhubigen Konfektionsmotorräder wurden in den 50er und 60er Jahren durch die ersten Kleinwagen (BMW Isetta, Messerschmidt- Kabinenroller ) ersetzt und sind somit Opfer der Automobilisierung geworden.“ HFS-Mitglieder Marco Grewe und Lars Wächter ergänzen dann auch:“ Laut Kraftfahrtbundesamt waren zum 01.01.2014 nur noch 331 Hoffmänner auf deutschen Straßen zugelassen, geschätzt die gleiche Anzahl steht restauriert in Garagen, die doppelte Anzahl wartet vielleicht noch bei Sammlern auf eine Restaurierung. Auch die  sogenannten Scheunenfunde werden immer seltener, im Internet werden jährlich vielleicht mal 5 Stück angeboten.“

Die Ausfahrt

Ausfahrt zum bekannten Petersberg über die Route des „Goldenen Kranzes des Siebengebirges“

Und so freute es den „Rennleiter und Streckenorganisator“ Christoph Wijbenga umso mehr, dass 12 der 331 zugelassenen Fahrzeuge gegen Samstagmittag an einer kurzen Ausfahrt teilgenommen haben: „Nach einem Fahrerbriefing ging es auf die Straße, die Strecke steht schon seit geraumer Zeit fest. Vor ca. einem Jahr haben wir für einen Vortrag über Motorradrennen und Rennstrecken im Rheinland recherchiert. Dabei kam zutage, dass in den 20’er Jahren ein deutschlandweit beachtetes Motorradrennen in Königswinter durchgeführt wurde. Der „Goldene Kranz des Siebengebirge“ führte von Königswinter über Heisterbacherrott, Oberpleis, Aegidienberg und Bad Honnef zurück nach Königswinter.

Da liegt es auf der Hand, dass wir diesen Rundkurs wiederbelebt haben. Zumal die Strecke auch für die nur 2,25 PS starken Motorfahrräder geeignet ist. Dementsprechend ging es in gemächlichen Tempo auf die ca.  40 km lange Strecke, stilecht begleitet durch ein Käfer Cabriolet und einen VW T1-Westfalia Campingbus im Originalzustand.“ „Auf der Hoffmann MR 250 mit dem 12 PS starken ILO-Motor hab ich keine Probleme,“ konstatiert HFS-Neuzugang Dirk Schneider „aber in der Auffahrt zum Petersberg war es sehr nebelig und es roch stark nach Zweitaktöl. Die kleineren Motorräder hatten an der Steigung arg zu kämpfen, letztendlich sind aber alle oben angekommen.

Der Abstecher auf den Petersberg gehört zwar nicht zur originalen Rennstrecke, aber wir wollen unseren teils weit angereisten Gästen ja auch unser schönes Rheinland zeigen. Und so ging es nach dem obligatorischen Erinnerungsfoto auf dem Petersberg über Dollendorf zurück nach Heisterbacherrott, wo bereits zahlreiche Besucher die ausgestellten Fahrzeuge,  Bilder, Prospekte, Zeitungen und Anleitungen anschauen konnten. Am Grill und an der Theke wurden von den „Hoffmann-Schraubern“ zahlreiche Fachgespräche geführt, Tips und Kniffe wurden am Restaurationsobjekt vorgeführt.  Es wurden auch so manche Ersatzteile verkauft, getauscht, verschenkt oder Bezugsquellen des raren „Garagengoldes“ verraten.

km Streckenlänge

Hoffmänner

PS die Kleinsten

PS die Gouverneur

Lustige Begebenheit am Rande

Dem Chef eines hiesigen Zweiradgeschäftes und Besitzer einer Hoffmann-Vespa ist bei einem früheren Treffen in Italien der Schlüssel abhanden gekommen. Das Leid wurde in einem der zahlreichen „Benzingespräche“ beklagt, worauf hin ein anderer Besitzer prompt seinen eigenen Schlüssel zum Ausprobieren anbot. Und siehe da, der fremde Schlüssel passt auf Zündung und Lenkradschloss. Also flugs ins eigene Geschäft nach Oberdollendorf gefahren, Rohling auf passende Breite geschliffen und einen provisorischen Schlüssel nachgemacht. Nach der Rückkehr wird der neue Schlüssel freudestrahlend präsentiert, von einem weiteren Teilnehmer werden daraufhin originalgetreue Schlüsselrohlinge angeboten. Die Adressen sind ausgetauscht …

Am Sonntagmittag wurden nach einem ausgiebigen Frühstück die Fahrzeuge startklar gemacht und die letzten Gäste verabschiedet.

Einhellige Meinung der Hoffmann-Freunde Siebengebirge: „Dies war eine super Veranstaltung, aber es ist auch ein wahnsinniger Aufwand, das ganze hier zu organisieren. Ohne unsere Frauen und weitere Freunde wäre dies hier nicht zu stemmen gewesen. Daher ein ganz herzliches Dankeschön an alle, die uns unterstützt haben.“

 Zum „Goldenen Kranz des Siebengebirge“ suchen wir noch weitere Informationen aller Art. Wer also noch Zeitungsausschnitte, Plaketten, Pokale oder Bilder mit Motorrädern aus den 20/30er Jahren hat, möchte sich bitte bei uns melden.  info@hoffmann-oldtimer.de

Ebenso suchen wir noch alte Fotos (bis ca. 1960) mit Motorrädern sämtlicher Marken als Kopiervorlage für ein Archiv. Wir sind dann auch gerne bei der Identifizierung unbekannter Oldtimer-Motorräder behilflich.

Momente

Hier eine kleine Auswahl der unzähligen Bilder die an dem schönen Wochenende entstanden sind.

6 Kommentare

  1. Reimund Heigele

    Hallo Freunde, habe mir eine Hoffmann Gouwerneur zugelegtund habe Fragen zur Restaurierung.
    Meine grosses Problem ist, ich möchte den Tank lackieren lassen, und weiss nicht wie das Emblem abgeht. kann mir da einer helfen ??

    Schöne Grüße von der Nordsee
    Reimund Heigele

    Antworten
    • Christian Schuster

      Hallo Herr Hegele,
      wahrscheinlich haben sie die alte Ausführung, bei der die Embleme gelötet sind. Einfach mit einem Spenglerlötkolben oder einer Gasflamme vorsichtig anwärmen. Das Wiederanbringen ist dagegen mit Löten kaum hinzukriegen, ohne den neuen Chrom wieder zu beschädigen, gehz am einfachsten mit einem gutrn 2K-Epoxidharzkleber.
      MfG Christian Schuster (01901192670)

    • Frank Groß

      Hallo Reimund,kannst jederzeit wieder anrufen wenn du weitere Fragen hast.
      Wünsche dir viel Freude mit der Gouverneur.
      Gruß Frank

  2. Reimund Heigele

    Hallo Freunde, habe mir eine Hoffmann Gouwerneur zugelegt und möchte gerne Kontakt zu euch bekommen. Für evt Fragen zur Restaurierung. Bitte nur telef unter Tel. 04841-770272 ! Ich rufe dann gerne zurück !
    Danke im voraus, würde mich sehr freuen von euch zu hören
    Schöne Grüße
    Reimund Heigele- Husum

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  3. Vujic slobodan

    Ich habe vor kurzem ein Motorrad Hofmann 125 ccm erworbenen Bj 1952 . Fährt, Motor ok,suchen Ersatzteile,möchte Kontakt mit. Bin im Belgrad Serbien Kontakt im ( D ). 14197 Berlin Hanauer Straße 2 tel. 0179-3633717 Danke und liebe Grüße.

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  4. Frank

    Liebe Hoffmann-Freunde,

    hier bitte nur Kommentare zum Hoffmann-Treffen absenden, allgemeine Kommentare bitte unter HFS hinterlassen.

    Eure Hoffmann Freunde Siebengebirge

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